Was ist eine DMP (Data Management Platform)?

Der DMI Blog sieht es als seine Aufgabe, das Verständnis für Digital Out of Home zu erhöhen. In einer Serie bitten wir deshalb Experten, die wichtigsten Begriffe der Branche zu erklären. Diesmal: DMP (Data Management Platform)

Sagen Sie mal Herr Stahl:
Was versteht man eigentlich unter einer DMP?

Dass wir mittlerweile in einer digitalen Daten-Ära leben, steht fest. Die Werbebranche braucht Nutzerinformationen, um ihre Botschaften an die richtige, relevante Zielgruppe auszuspielen und somit potenzielle Kunden bestmöglich zu erreichen. Eine sogenannte DMP, die Data Management Platform, ermöglicht mittels Sammlung, Analyse und Segmentierung von Daten eine zielgruppenspezifische Werbeauslieferung. Anhand des Data Management Prozesses bei Goldbach kann aufgezeigt werden, welche Aufgaben eine DMP übernimmt:

Identifikation von Nutzerdaten und Datensammlung

Im ersten Schritt geht es um die Identifikation und Sammlung von User-Daten. Dies geschieht mittels Cookies aus Internet Browsern sowie dem Cross Device Identifier, der sämtliche Geräte-Nummern (Advertising ID’s) von Tablets und Smartphones anonymisiert sammelt. Das heisst, dass personenbezogene Informationen verschlüsselt werden, damit die betroffenen Personen nicht mehr identifiziert werden können. Datenschutz ist in diesem Prozess ein wichtiger Aspekt. Die gesammelten Nutzerinformationen werden in einem zweiten Schritt bewertet und strukturiert.

Selektion der Information und Segmentierung

Im dritten Schritt werden Informationen anhand ihrer Merkmale und Ausprägungen selektiert und segmentiert. Das können beispielsweise Interessen wie Sport, Literatur oder Reisen sein. Dafür wird eine Data Management Platform (DMP) benötigt. In der DMP entstehen so die Audience Segmente, die Werbetreibende zur gezielten Zielgruppenansprache nutzen können.

Aktivierung Nutzerdaten & Auslieferung

Im vierten Schritt werden die Nutzerdaten aktiviert: Es entstehen Zielgruppen. Zum Beispiel bildet nun die Gesamtheit der Daten, die vorhin das Merkmal „Sport“ aufwies, die Zielgruppe „Sportbegeisterte“. Die gebildeten Zielgruppen unterscheiden sich in Qualität, Reichweite und Aktualität. Anschliessend kommt es zur gewünschten, spezifischen Ansprache der potentiellen Kunden. Die Botschaften der Werbetreibenden werden also passend zum jeweiligen Nutzer ausgespielt.

Robert Stahl ist Managing Director bei Goldbach Germany

By |2018-10-29T14:16:52+00:00Oktober 28th, 2018|Categories: Allgemein, Wissen|Tags: , , , |0 Comments

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