Doorshow: Werbespots auf der Aufzugstür

Die Doorshow von Schindler verwandelt Aufzugstüren in Werbeflächen. Technisches Herzstück ist ein Beamer oberhalb der Türen, der über ein Content Management System angesteuert wird.

Wenn es um die Einführung neuer Werbemedien geht, beweist die DOOH-Branche in schöner Regelmäßigkeit Erfindungsreichtum. Jüngste Idee ist die Doorshow der Schindler Group, deren Aufzüge weltweit verbreitet sind. Dabei wird ein Projektor oberhalb der Aufzugstüren installiert, der dann die Flächen der Aufzugstüren mit Informationen und Werbebotschaften bespielen kann. Motto: Bevor wartende Menschen gelangweilt auf die nackten Türen starren, kann man sie auch mit Hinweisen und Spots unterhalten.

„Der Einsatz der Doorshow eignet sich besonders in Hotels, auf Flughäfen, in Einkaufszentren, aber auch zum Beispiel in Kliniken oder Hochschulen – idealerweise an hochfrequentierten Standorten“, sagt Jaschar Mahmoudian, Vertriebsleiter Digital Innovations bei Schindler. „In Hotels kann ich ohne Streuverluste sowohl Geschäfts- wie auch Privatreisende mit entsprechenden Informationen, zum Beispiel über Reisegepäck oder Taxi-Dienstleistungen versorgen.“

Tatsächlich gehören Hotels auch zu den ersten Kunden des noch jungen DOOH-Mediums. Das Mövenpick in Berlin zählte zu den Pionieren und installierte Doorshow im März vor einem Jahr anlässlich der ITB. Auch das Scandic in Hamburg und das Le Meridien in München stehen auf der Referenzliste. Sie nutzen das Medium, um auf eigene Veranstaltungen hinzuweisen, eigene Produkte zu bewerben, aber beispielsweise auch, um die Teilnehmer eines Kongresses zu begrüßen.

Eine schnelle, individuelle Ansprache ist dabei technisch unproblematisch. Herzstück des DOOH-Mediums ist ein vernetzter Beamer, der das Programm auf die Türen projiziert. Dieser kann mit Video, Audio, Gif oder jpg-Dateien gefüttert werden, wobei über ein spezielles Content Management System jeder Projektor über einen zentralen Server einzeln angesteuert werden kann. Damit kann die Aufzugstür im ersten Stock zum Beispiel andere Botschaften senden als die im Erdgeschoss. Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess Arena in Köln, der Doorshow ebenfalls im Einsatz hat: „Wir bewerben eigene Veranstaltungen mit großem Erfolg. Uns sprechen immer wieder Gäste und Partner darauf an.“

By |2018-03-29T09:24:01+00:00März 29th, 2018|Categories: Technik, Unternehmen|Tags: , |0 Comments

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Helmut van Rinsum
Helmut van Rinsum begleitet als Fachjournalist seit vielen Jahren die Medienbranche. Er arbeitet zudem als Kommunikationsberater und ist Herausgeber des wöchentlichen Newsletters "Künstliche Intelligenz im Marketing".

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