Übernahme von fleet ad: „Klares Signal für die DOOH-Branche“

Seit 22. Juni gehört die fleet ad GmbH, der führende deutsche Betreiber digitaler Screens in Taxis, zur Tank & Rast-Gruppe. Das Unternehmen hatte über die Tank & Rast Entwicklungsgesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung erworben. Semih Stöcker, der Geschäftsführer von fleet ad, sagt in einem Interview, was dies jetzt bedeutet.

Herr Stöcker, Tank & Rast hat eine Mehrheitsbeteiligung an fleet ad erworben. Was ändert sich jetzt alles in Ihrem Unternehmen?

Durch die Beteiligung der Tank & Rast haben wir die Phase eines Start-ups abgeschlossen und sind nun in der Lage, stabil und solide zu wachsen. Wichtige nächste Schritte sind zum Beispiel der Ausbau unserer Personalstruktur oder unseres Inventars. Die finanzielle und prozessuale Stabilität gibt uns Sicherheit. Werbekunden können großes Vertrauen in uns setzen, da wir nun die Reichweite unseres Mediums ausbauen und attraktiver für Kampagnen werden. Außerdem sind wir jetzt ein stabiler Partner für Taxiunternehmer und können deutlich mehr Serviceleistungen anbieten.

Hätte fleet ad nicht auch aus eigener Kraft wachsen können?

Im Grunde schon. Da unser Geschäftsmodell aber von hohen Investitionsvolumen geprägt ist, war es uns wichtig, langfristig zu planen und nicht nur auf schnelle Erfolge abzuzielen. Mit Tank & Rast haben wir genau den Partner an der Seite, der uns aufgrund der vielen Synergien grundlegend und dauerhaft unterstützen kann. Die jüngste Akquisition von FromAtoB hat uns das auch nochmals bestätigt.

Haben Ihre Kunden jetzt neue Ansprechpartner?

Die Ansprechpartner für unsere Kunden ändern sich nicht. Der Tank & Rast sowie allen anderen Gesellschaftern war es wichtig, das bislang sehr erfolgreiche Team für die nächsten Schritte beizubehalten. Natürlich wollen wir wachsen und suchen deshalb dringend gutes Personal.

Welche Synergien können Sie denn als Teil der Tank & Rast-Familie jetzt erzielen?

Stöcker: Wir profitieren von der umfassenden Erfahrung von Tank & Rast, zum Beispiel bei der Professionalisierung von Geschäftsmodellen oder durch das Know-how im Digitalgeschäft. fleet ad ist im Media-Umfeld genauso wie im Bereich der Mobilität zuhause. Diese beiden Ausrichtungen finden sich auch bei der Tank & Rast-Gruppe wieder. Darüber hinaus haben wir jetzt einen Sparringspartner. Als junges innovatives Unternehmen können wir erstmals diverse Ansätze bilateral und gemeinsam mit der Muttergesellschaft betrachten.

Was verändert sich für Sie persönlich?

Für mich als Gesellschafter ändert sich recht wenig, da die Tank & Rast ausschließlich Anteile des bisherigen Investors erworben hat. Als Geschäftsführer kann ich nun zusammen mit meinem Team auf die Expertise und das bestehende Know-how der Tank & Rast-Gruppe zurückgreifen. Das erleichtert Entscheidungen, Prozesse oder auch die Realisierung von Projekten.

Was bedeutet die Übernahme für die DOOH-Branche?

Aus meiner Sicht ist die Beteiligung ein klares Signal für die DOOH-Branche. Die Gattung ist hochattraktiv und befindet sich auf Wachstumskurs. Wir werden den Markt mit unseren innovativen Angeboten und Services mitgestalten. Dabei stehen wir erst am Anfang. Das Feld ist noch nicht bereitet, viele Potenziale sind noch ungenutzt.

Siehe auch:
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By |2018-07-06T09:37:56+00:00Juli 6th, 2018|Categories: Allgemein, Unternehmen|Tags: , |0 Comments

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Helmut van Rinsum
Helmut van Rinsum begleitet als Fachjournalist seit vielen Jahren die Medienbranche. Er arbeitet zudem als Kommunikationsberater und ist Teilhaber der Agentur brandiz.

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