Spotify Wrapped: Playlisten für alle

Mit seiner „Wrapped“-Kampagne sorgte Spotify weltweit für Aufsehen. Tausende Jahres-Playlisten von Usern wurden samt Profilbild auf digitale OOH-Standorte in New York, London und Melbourne ausgespielt (Foto: Grand Visual).

Der schwedische Musikstreamingdienst Spotify macht derzeit positive Schlagzeilen. Im letzten Quartal wuchsen die Erlöse um rund 30 Prozent, der Gewinn lag bei 94 Millionen – nach den zuletzt herben Verlusten für viele eine Überraschung. Auch das Nutzerwachstum zieht wieder an: Soeben wurde die 200-Millionen-Marke geknackt.

Die wieder wachsende Akzeptanz erzielt der Streamingdienst auch mit den Features, mit denen er sich im Wettbewerb von anderen Playern, wie beispielsweise Apple Music, abhebt. Dazu zählt beispielsweise das Feature „Spotify Wrapped“, bei dem jeder User individuell eine Art musikalischen Jahresrückblick erhält. Damit konnte Spotify am Jahresende die Aufmerksamkeit seiner User massiv steigern und für einen Schwung neuer Abonnenten sorgen. Eine großangelegte Kampagne auf der Plattform brachte nach Unternehmensangaben den höchsten Traffic aller Zeiten auf die Wrapped-Seite, selbst auf Twitter wurden die personalisierten Listen zum Trendthema.

In dieses Bild passt die digitale Out of Home Kampagne, die das Thema aufgriff und sofort weltweit Gesprächsthema wurde. Wie bei anderen Außenwerbekampagnen zuvor, nutzte Spotify auch diesmal geschickt den Reichtum seiner Nutzerdaten. Premium-Nutzer des Dienstes wurden eingeladen, ihre persönlichen „Wrapped“-Statistiken öffentlich zu teilen und so der ganzen Welt über einen der sechs Standorte mitzuteilen. Diese wurden dann ab Dezember als Echtzeit-Feeds auf digitalen FlächenamTimes Square in New York City, den Piccadilly Lights in London, am Forum Des Halles in Paris, am Eaton Center in Toronto sowie am Melbourne Square in Australien ausgespielt.

Insgesamt 7.640 verschiedene DOOH-Motive wurden auf diese Weise erstellt und weltweit auf den Screens dargestellt. Die dynamischen Motive zeigten ein Profilbild des Spotify-Users und daneben seine Playlists sowie eine Angabe darüber, wieviel Zeit er mit den Künstlern und Songs auf der Plattform verbracht hat. Produziert wurde diese globale dynamische DOOH-Kampagne von dem Digital Spezialisten Grand Visual London / New York. Verarbeitet und verteilt wurde der Daten-Feed über die Suite-Plattform von QDOT, die ebenfalls Büros in London und New York haben.

Es gibt nicht wenige, die Spotify mit dieser Kampagne auch bei den kommenden Werbefestspielen in Cannes gute Chancen auf einen der begehrten Löwen prognostizieren.

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By |2019-02-11T12:20:18+00:00Februar 11th, 2019|Categories: Allgemein, Wissen|Tags: , |0 Comments

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Helmut van Rinsum
Helmut van Rinsum begleitet als Fachjournalist seit vielen Jahren die Medienbranche. Er arbeitet zudem als Kommunikationsberater und ist Teilhaber der Agentur brandiz.

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