Was ist eine SSP?

Der DMI Blog sieht es als seine Aufgabe, das Verständnis für Digital Out of Home zu erhöhen. In einer Serie bitten wir deshalb Experten, die wichtigsten Begriffe der Branche zu erklären. Diesmal: SSP

Sagen Sie mal Herr Walsch:
Was versteht man eigentlich unter einer SSP?

SSP, DSP, DMP – all diese Abkürzungen stammen ursprünglich aus dem Online-Vokabular, halten nun aber auch Einzug in die programmatische Digital Out-of-Home Welt.

Aufgabe einer SSP (= Supply / Sell Side Platform) ist es, Werbeinventar eines Anbieters (Publishers) zu listen und auf DSPs (Demand Side Platform) anzubieten. Eine SSP handelt somit im Sinne des DOOH-Anbieters (z.B. Ströer, Goldbach) und versucht das Werbeinventar möglichst gewinnbringend Werbungstreibenden anzubieten.

Das funktioniert in der Regel nach folgendem Muster:

Die SSP sendet eine Anfrage an DSPs. In dieser Anfrage wird sowohl das Werbeinventar als auch relevante Daten zu dem Werbeinventar übermittelt, z.B. das aktuelle Wetter oder andere Tracking-Daten. Auf diese Anfrage können die DSPs im Auftrag des Werbekunden bieten. Die SSP bündelt alle Gebote, erteilt dem höchsten Gebot den Zuschlag und übermittelt die Anzeige an das CMS bzw. sorgt dafür, dass die Anzeige ausgestrahlt wird.

Die Zahl der DOOH SSPs steigt kontinuierlich. Allerdings steht man noch vor der Herausforderung, ein System, das ursprünglich für ein One-To-One Medium entwickelt wurde, für ein One-To-Many Medium zu etablieren. Ein großer Unterschied sind z.B. die Reaktionszeiten zwischen Gebot und Ausspielung eines Werbemittels. Was im Online-Bereich „in Echtzeit“ erfolgt, benötigt bei DOOH i.d.R. deutlich längere Reaktionszeiten.

Holger Walsch ist Geschäftsleiter bei Planus Media, Köln

By |2019-08-16T10:07:58+00:00August 16th, 2019|Categories: Menschen, Wissen|Tags: , , |1 Comment

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One Comment

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    Anni 26. August 2019 at 22:47 - Reply

    einfach und verständlich erklärt, danke dafür!

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