Frankfurt Airport, Terminal 3: ausschließlich digitale Werbeflächen

Lange war es ungewohnt still an den Flughäfen in Deutschland. Jetzt steigen die Zahlen der Passagiere wieder deutlich. Im Juli wurde vielerorts das höchste Passagieraufkommen seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Damit werden auf einen Schlag die Flughäfen als Werbestandort wieder höchst relevant. Wir wollten deshalb von Martin Korosec, Managing Director von Media Frankfurt, wissen, wie sich die Airport-Werbung entwickelt und was künftig geplant ist.

Wie hat sich die Nachfrage nach den Werbeträgern am Flughafen Frankfurt in den vergangenen Monaten entwickelt?

Martin Korosec: Wir sind mit unseren Kunden auch während der Pandemie eng in Kontakt geblieben und haben viele bestehende Partnerschaften noch stärker ausbauen können. Seitdem das Terminal 2 am 1. Juni 2021 den Betrieb wieder aufnahm, nutzen bereits wieder viele Werbekunden eines der drei wichtigsten Drehkreuze Europas, um ihre Marke aufmerksamkeitsstark in Szene zu setzen. Besonders erfreulich war, dass sich einige Kunden – gerade aus dem FMCG-Bereich – zum ersten Mal dafür entschieden haben, die Möglichkeiten des Frankfurter Flughafens für ihre Markenbotschaften zu nutzen.

Wie reagieren Sie darauf? Gibt es spezielle Vermarktungsangebote?

Um flexibler auf unsere Kunden und die dynamischen Marktgeschehnisse reagieren zu können, haben wir zum Beispiel auf Wochenpreise umgestellt. Da Media Frankfurt dieses Jahr 50 wird, bieten wir unseren Kunden besonders attraktive Konditionen für Digitalkampagnen, Produkt-Kombinationen oder eine zusätzliche Präsenz auf den internationalen Airports Wien und Zürich. Auch hier agieren wir so flexibel wie möglich: Die Buchungen der Geburtstagsangebote sind befristet, aber die Ausspielungszeiträume für die Kampagnen sind bis Ende 2022 frei wählbar.

Welche Innovationen planen Sie im Bereich DOOH?

Wenn wir 2026 das neue Terminal 3 einweihen, dann wird es dort ausschließlich digitale Werbeflächen geben. Bis zum Jahr 2031 rechnen wir mit einem Digitalanteil der Werbeflächen von 80 Prozent.  Auch erwarten wir wichtige Impulse durch den Meilenstein Programmatic Advertising am Flughafen. Gerade hier haben wir hoch interessante Zielgruppen, die enorm vielfältig sind. Diese können bei Bedarf – auch mit treffsicheren Programmatic-Ansätzen – extrem spitz zugeschnitten werden. Deshalb bietet Airport Advertising trotz der durchaus imposanten Passagierzahl keine Werbung mit Breiten-, sondern eine mit Tiefenwirkung – nach dem Prinzip „one to someone special“.

Wie schätzen Sie die Entwicklung bis Jahresende ein?

Im Juli verzeichnete der Flughafen Frankfurt das stärkste Passagieraufkommen seit Beginn der Pandemie. Rund 2,85 Millionen Passagiere wurden gezählt, das ist ein Plus von 115,8 Prozent gegenüber Juli 2020. Und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Nun warten wir gespannt – entsprechende Signale gab es ja bereits – auf mögliche Öffnungen des US-Markts. Die jüngsten Lockerungen aus UK zeigen, welche positiven Effekte dies auf den Flugverkehr haben wird. Natürlich sind die Zahlen vom Vorkrisenniveau noch weit entfernt. Aber wir sehen aufgrund dieser Entwicklungen positiv in die Zukunft.