IDOOH: Kampagne der Superlative

Größer, schneller, prominenter: Die von den beiden Kreativstars Constantin Kaloff (Foto links) und Marc Wientzek entwickelte IDOOH Kampagne kann ein paar Rekorde für sich in Anspruch nehmen.

„Media Planner, Augen auf! Einer ist gut. Gemeinsam ist besser. IDOOH.media“ – seit Mitte Februar ist die Launchkampagne zum Institute for Digital Out of Home Media zu sehen. Auf Bannern in den Fachmedien, im Social Web und vor allem auf den Digital-Out-of-Home-Netzen in den großen Agenturstädten. Und ohne groß übertreiben zu wollen: Wahrscheinlich ist dies die zugleich größte, prominenteste und schnellste B-to-B-Gattungsmarketing-Kampagne seit langer, langer Zeit.

Die größte? Allein die Schaltungen auf den DOOH-Flächen garantieren in den ersten zwei Wochen 750 Millionen Kontakte. Und Fakt ist auch: Einzelne Vermarkter werden den Auftritt in ihren Netzen noch weit über Februar hinaus zeigen. Ob morgens beim Brötchen holen, auf dem Weg in die Agentur oder beim Shopping in den Malls: Sofern Media-Entscheider einen Fuß vor die Tür setzen, werden sie von dem neuen Branchenverband (großflächig) erfahren. Bleiben sie konsequent im Home Office – auch gut: Dann gibt es kein Vorbei an den Social Media- und B-to-B-Anzeigen.

Screenshot der Kampagne für IDOOHAlle Augen auf IDOOH

Die prominenteste? Die hier verantwortlichen Kampagneros sind zwei ebenso erfahrene wie exzellente Werbeprofis: Constantin Kaloff und Marc Wientzek. Kaloff zeichnete u.a. als Creative Director bei Springer & Jacoby, Scholz & Friends, Philipp und Keuntje und als Global Executive Creative Direcor Beiersdorf bei FCB verantwortlich. 2016 gründete er das Kreativnetzwerk We-Are-Open. Der Zusammenschluss zahlreicher Top-Kreativer arbeitet u.a. für Toom und Nivea. Marc Wientzek wiederum stand als (Executive) Creative Director u.a. in Diensten von Demner, Merlicek & Bergman, thjnk und Heimat. Von 2009 bis 2014 verantwortete er die Kreation bei Aimaq Rapp Stolle (bzw. dann Aimaq Stolle). Constantin Kaloff stieß 2011 dazu – eine lang bewährte Verbundenheit also, die sich jetzt wieder voll auszahlt. Über die aktuelle Kampagnenidee und –mechanik sagt Marc Wientzek: „Das Key Visual ist das Augenpaar – es wird im Logo aufgegriffen und symbolisiert zugleich die Aufmerksamkeit, die IDOOH auf sich zieht“.

Die schnellste? Der IDOOH-Launch hat die Weihnachtstage der beiden Top-Kreativen kräftig durcheinandergewirbelt. Kurz vor Heiligabend meldete sich Hartwig Keuntje, Gründer von Phlilipp und Keuntje und nach Firmenverkauf an FischerAppelt nun dort Senior Advisor, bei Kaloff. „Wenn eine Branchengröße wie Hartwig Keuntje kurz vor Weihnachten bei Dir anruft, dann ahnst Du schon: Hier kommt ein Spezialjob unter Spezialbedingungen. Aber es war uns eine Freude und Ehre, ihm und dem DMI helfen zu können”, meint Kaloff.

Keuntje ist beim DMI eine Art Freund des Hauses, gern gesehener Referent auf den DMI-Treffen und Jurymitglied bei der DOOH Creative Challenge. Ebenfalls noch vor Weihnachten gab es das erste Briefinggespräch. Die erste Präsentation dann am 9. Januar. „Zunächst hat uns nicht das enge Timing, sondern das Grundproblem des Briefings ins Schwitzen gebracht: Wie verpacken wir eine News, die sich an ein Fachpublikum richtet, so geschickt, dass auch normale Passanten das verstehen?“, erinnert sich Kaloff.

Nach dem Go ging es rasend schnell an die Umsetzung. „In Summe haben wir zirka 120 Filme produziert – individuell angepasst an die einzelnen Städte wie München oder Düsseldorf und dann natürlich entsprechend an die Formate“, meint Wientzek. Über die Außenwerbung sagt er grundsätzlich: „Das Medium wird auch und vor allem dank der Digitalisierung noch lange weiterleben.“

Also: Mal sehen, wie lange die beiden dann für den Follow up brauchen …